CR Design. Christine Ramme

Produktdesign

Sitzkonzepte - Am Boden sitzen.

Vordiplom 2001

 

Ein Sofa und ein bis zwei Sessel stehen um einen Couchtisch auf einem Teppich in einem Teil des Wohnzimmers. Dies ist seit Generationen das Sinnbild der Gemütlichkeit. Die Alternative, auf die Couchecke zu verzichten und es sich auf dem Boden bequem zu machen, war der Ausgangspunkt dieser Arbeit. Ferner sollte in den Entwürfen das Bedürfnis nach Rückzug und Geborgenheit im eigenen privaten Raum als Gegenpol zur Schnelllebigkeit und Hektik des Arbeitsumfeldes zum Ausdruck kommen. Das Sitzen auf dem Boden lässt viele verschiedene Sitzpositionen zu, die spontan geändert werden können und die zahl der Sitzplätze ist nicht wie bei einem Sofa begrenzt. Wenn Freunde zu Besuch kommen, sind zusätzliche Sitzplätze kein Problem mehr. Auf dem Boden sitzen, heißt meistens auf einem Teppich zu sitzen. Daher lag es nahe, den Teppich zum Sitzmöbel zu machen. Er sollte zwar Teppich bleiben, aber auch als Sitzmöbel funktionieren können. Aus der Grundform des Teppichs entstanden 6 Sitzmöbel, die diese Form des Sitzen kultiviern sollen. Jeder Entwurf beinhaltet einen anderen Ansatz, wie aus der rechteckigen flachen Polsterung ein Sitzmöbel entstehen kann. Durch die Reduzierung der Sitzmöbel auf den Teppich entsteht Freiraum, bzw. wird der Raum erhalten und nicht durch Sitzmöbel zugestellt.

Eine Insel als klar abgesteckter Raum im Raum. Eine Insel, auf der man alleine oder zusammensitzen, sich hinlegen, mit Kindern spielen, schlafen, lesen oder essen kann. Durch die Kombination aus gepolsterter Fläche und mit Granulat gefüllten Kissen sind viele Sitz- und Liegepositionen möglich. Der Benutzer formt sich die Kissen für seine individuelle Nutzung.


Was wäre, wenn man in ein Zimmer oder in eine Zimmerecke einen zu großen Teppich legen würde? Dieser Entwurf bezieht die Raumecke mit ein. Es entsteht ein fließender Übergang von der Horizontalen zur Vertikalen - vom Teppich zur Wand. Das Möbel fügt sich in den Raum.

Bei einer Variante lassen sich Teile hoch knöpfen, so dass ein Sitzmöbel entsteht, das auch zu einer Seite frei zu anderen Seite gegen die Wand gelehnt funktioniert. Je nach Größe können mehrere Personen Platz nehmen.

Der ganze Teppich wird zur Sitzfläche, zur Ebene der Kommunikation, zum Ort des Zusammenseins in privater, vertrauter Atmosphäre. Der Raum teilt sich so in zwei horizontale Ebenen, die des Sitzmöbel und des leeren Raumes, bzw. Freiraumes.

Ein Nest symbolisiert Schutz und Geborgenheit. Es ist ein Ort der Sicherheit und des Vertrauens. Es entstanden zwei Entwürfe, die die Vorstellung, sich einen solchen Ruhepol in der eigenen Wohnung bauen zu können, umzusetzen versuchen. Einzelne Elemente lassen sich durch Hochklappen, bzw. durch Zuziehen von Reißverschlüssen verändern, so dass aus der flachen Ebene ein Sitzmöbel für mehrere Personen entsteht. 

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